Aquarium für Goldfische einrichten

Goldfische im Aquarium brauchen nicht nur ausreichend Platz, sondern auch eine sinnvolle Einrichtung und bestimmte technische Geräte. Worauf Sie beim Einrichten achten sollten, erfahren Sie hier.

Einrichtung Goldfischaquarium

Es gibt fantasievoll eingerichtete Aquarien, die an eine märchenhafte Unterwasserlandschaft erinnern. Ein Schiffswrack nebst Schatztruhe und Taucher, dazu Kunstpflanzen, so weit das Auge reicht. Nötig ist das alles nicht und leider erfreut derlei Dekoration lediglich das menschliche Auge - den Goldfischen bringt es im besten Fall rein gar nichts. Im schlimmsten Fall sind die Unterwasserdekorationen so spitz oder scharfkantig, dass sich die Fische daran verletzten können. Doch wie sieht das ideale Aquarium für Goldfische aus und was gehört wirklich hinein?

Größe und Filter des Aquariums

Generell sollte das Aquarium eher zu groß als zu klein bemessen werden. Als Mindestmaß sollte ein Becken von 100 cm Länge und 50 cm Breite mit einem Volumen von 200 l Wasser gewählt werden. Über mehr Platz freuen sich die Goldfische jedoch auch.

Eines der wichtigsten Utensilien im Aquarium ist ein guter Filter. Die Goldfische gründeln gerne, das heißt, dass sie den Boden nach Lebendnahrung und ähnlichem absuchen und ihn dabei so aufwirbeln, dass das Wasser getrübt, und die Wasserqualität beeinträchtigt wird. Zudem verbleiben Nahrungsreste und Ausscheidungen der Fische im Wasser. Ein starker Filter schafft hier Abhilfe. Um das regelmäßige Zwischenreinigen des Wassers kommt man dennoch nicht herum. Goldfische benötigen unbedingt einen Filter, der aus drei Stufen besteht. Dieser Wasserfilter filtert mechanisch grobe Schmutzteilchen und Reste vom Futter, physikalisch-chemisch Gerüche, Farbstoffe und Proteine und biologisch sorgt er mittels Bakterien für den Abbau von Stickstoffverbindungen wie Ammoniak. Die Ammoniakvergiftung in Aquarien ist keine Seltenheit. Auch eine zusätzliche Sauerstoffpumpe kann für die Einrichtung sinnvoll sein.

Das Aquarium für Goldfische einrichten

Auf den Boden gehört eine Schicht aus Sand oder feinem oder sehr großem Kies. Der Kies sollte nicht die Größe haben, die geeignet ist, im Maul des Goldfischs steckenzubleiben. Ideal ist grundsätzlich eine Bodenschicht, die wenigstens 6 cm hoch ist. Hierfür gibt es zwei Gründe: Zum einen können die Goldfische ungestört gründeln, zum anderen lassen sich Pflanzen leichter im Boden verankern. Wer schon miterlebt hat, wie rabiat Goldfische mitunter die Aquariumsbepflanzung behandeln, der ahnt, dass hier nichts dem Zufall überlassen werden darf.

Pflanzen gehören natürlich ebenfalls ins Aquarium und das nicht nur, weil sie schön aussehen, sondern weil sie sich positiv auf die Beckenökologie auswirken. Wer bemerkt, dass sich die Goldfische immer wieder an den Pflanzen zu schaffen machen, kann das Problem durch das Zufüttern von Salaten oder anderer Pflanzennahrung entschärfen. Natürlich darf auch ein wenig Dekoration nicht fehlen, um eine artgerechte Unterwasserwelt zu schaffen. Geeignet sind Steine, große Kieselsteine, Laub oder formschöne Wurzeln.

Übrigens: Damit die Goldfische tatsächlich in ihrem Unterwasserheim bleiben, empfiehlt es sich, das Aquarium mit einer Glasscheibe zu bedecken, um die Fische am Herausspringen zu hindern.

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