Die richtige Ernährung von Goldhamstern

Sie möchten Ihren Goldhamster artgerecht ernähren? Welche Ernährung wirklich gesund ist und was sich nicht als Futter eignet, zeigt Ihnen dieser Artikel.

Goldhamster mit Futter

Wie soll ein Mensch sein Haustier vernünftig und ausgewogen füttern, wenn er sich selbst nicht einmal gesund ernährt? Diese Frage stellen sich immer mehr Zoologen und Tierexperten. Kein Wunder, denn im Durchschnitt sterben mindestens 25 Prozent aller Goldhamster zu früh. Dabei könnten sie durch eine bessere Ernährung (und mehr Beschäftigungsmöglichkeiten) eigentlich deutlich länger leben.

Welche Ernährung ist für einen Goldhamster artgerecht?

Natürlich muss sich erst einmal die Frage gestellt werden, welche Lebensmittel für einen Goldhamster als gesund und lebensnotwendig gelten. Um diese Frage beantworten zu können, braucht man sich nur den natürlichen Lebensraum des Goldhamsters anzuschauen. Insekten, Gräser und vereinzelte Nüsse stehen auf dem Speiseplan des Goldhamsters. Wer seinen Goldhamster so natürlich wie nur möglich ernähren möchte, bietet ihm Kräuter und frische Insekten wie Grillen, Mehlwürmer (sparsam) oder Heimchen. Die Gabe von tierischen Produkten deckt dabei den notwendigen Eiweißbedarf des Hamsters.

Trockenfutter als Hauptbestandteil der Ernährung

Fertige Futterpackungen aus der Zoohandlung sind dagegen oftmals mit Zusatz- und Lockstoffen gefüllt. Je nach Hersteller wird zudem Asche als Streckmittel verwenden. Wenn man fertiges Trockenfutter für seinen Goldhamster verwenden möchte, dann sollte darauf geachtet werden, dass dieses möglichst ausgewogen gemischt ist und wenig künstliche Zusatzstoffe enthält. Zu den gesunden und wichtigen Bestandteilen gehören Getreide, getrocknetes Gemüse, getrocknete Insekten und Kräuter mit wenigen Nüssen und Kernen. Von diesem Futter gibt man dem Goldhamster etwa einen Esslöffel pro Tag. Mehr führt nur zur Überfettung und damit zu Übergewicht mit den entsprechenden Folgen für die Gesundheit.

Welche Nahrung sollte für Goldhamster tabu sein?

Natürlich gibt es auch für den Goldhamster einige Tabus. So sind zu viele Nüsse ebenso tabu, wie gespritztes Gemüse oder Obst. Denn die Chemie zur Insektenabwehr wirkt bei einem so kleinen Nagetierkörper deutlich schneller als beim Menschen und führt häufiger zu krankhaften Veränderungen. Darüber hinaus sind alle Kohlsorten wie Kohlrabi, Weißkohl usw. nicht geeignet, da diese den Magen blähen und im schlimmsten Falle tödlich enden können.

Ebenso ungeeignet sind die vielen zahlreichen Leckerlies, die es für Goldhamster und andere Tiere überall zu kaufen gibt. Diese sind meist voll mit Streck- und Lockstoffen und enthalten zu viel Energie in Form von Honig, Fett und Zucker. Konsumieren die kleinen Nager größere Mengen davon, neigen sie zur Gewichtszunahme, was wiederum zur Gefäßerkrankung Arteriosklerose führen kann. Unbehandelt führt diese Krankheit beim Goldhamster zwangsläufig innerhalb weniger Wochen zum Tode.