Woran erkennt man, dass es einer Katze nicht gut geht?

Wenn einem die Gesundheit seiner Katze wichtig ist, sollte man auf bestimmte Verhaltensänderungen achten, die körperliche oder seelische Beschwerden des Stubentigers anzeigen können.

Katze geht es nicht gut

Ebenso wie Menschen, fühlen sich auch Katzen manchmal unwohl und zeigen dies durch besondere Verhaltensweisen. Aber nicht immer geht es dem Stubentiger aufgrund eines körperlichen Problems schlecht. Fellnasen können sich auch psychisch unwohl fühlen und dies teils recht gut zum Ausdruck bringen. Wie die Samtpfote zeigt, dass es ihr nicht gut geht, erfahren Sie im Folgenden.

Katze markiert im Haus

Unabhängig vom Geschlecht der Katze kommt es vereinzelt zu Urinunfällen innerhalb des Haushalts. Diese konzentrieren sich dann auf Möbelstücken, Teppichen oder auch in bestimmten Ecken der Wohnung. Kommt es jedoch häufiger vor, dass die Katze im Wohnbereich uriniert, sind auch körperliche Ursachen möglich. Neben Inkontinenz stecken vereinzelt schwerwiegende Erkrankungen wie Krebs oder chronische Entzündungen hinter dem Urinieren.

Markiert die Samtpfote, kann dies grundsätzlich auch einfach das Revierverhalten anzeigen, vor allem bei Katern, die noch nicht kastriert sind. Auch ein zu volles Katzenklo kann der Auslöser für die Unsauberkeit sein. Katzen mögen es sauber und haben feine Nasen. Ein unsauberes Katzenklo ist eine der häufigsten Ursachen fürs Markieren.

Auch allgemeine Unzufriedenheit kann die Ursache sein. Hat die Katze einen Umzug hinter sich, oder es befinden sich neue Möbel im Haushalt, kommt es manchmal zu „Unfällen“ mit Urin im Haus oder in der Wohnung. Diese deuten darauf hin, dass der Liebling Schwierigkeiten mit den aktuellen Veränderungen hat. Ebenso kann Familienzuwachs oder ein Konflikt mit einem Artgenossen zum spontanen Urinieren führen.

Katze zerstört Möbel, Tapeten und Türen

Zum Schärfen von Krallen oder auch Markieren des Reviers kratzt eine Samtpfote an Möbeln, Türen und Tapeten. Bei einem extremen Kratzverhalten kann dies psychische und auch körperliche Ursachen haben. Das liegt daran, dass sowohl Schmerzen als auch Unwohlsein zu häufigen Kratzanfällen führen können. Sind also genug Kratzmöglichkeiten wie Kratzbäume und Kratzpappen vorhanden, sollten Sie körperliche oder psychische Probleme in Erwägung ziehen. Gerade Freigänger könnten sich in zu kleinen Wohnungen unwohl fühlen. Auch wenn Freigänger-Katzen zu lange eingesperrt sind, können sie auf diese ihrem Unmut freien Lauf lassen.

Vierbeiner versteckt sich

Fühlt sich ein Tier unwohl oder unglücklich, versteckt es sich. So hat es die Ruhe, welche es zur Regeneration und zum Krafttanken benötigt. In einigen Fällen stecken hinter dem Verhalten ernsthafte Erkrankungen.

Katzen verstecken sich auch aufgrund des eigenen Überlebensinstinktes. Dies kann im einfachsten Fall ein Umzug in eine neue Wohnung oder die Angst vor neuen und lauten Geräuschen sein. Es reicht schon, wenn sich beispielsweise die Batterie eines Rauchmelders dem Ende neigt und die Menschen mittels piepen darauf hinweisen will.

Katzen verstecken sich jedoch auch verstärkt, wenn sich ein Freigänger im Außenbereich oder eine Hauskatze in der Wohnung verletzt hat.

Tipp: Um akute Verletzungen auszuschließen, kann das Abtasten des Haustiers helfen. Auf diese Weise entdecken Katzenbesitzer mögliche Wunden.

Die Katze ändert das Fress- und / oder Trinkverhalten

Sowohl ein Rückgang als auch eine Zunahme von Appetit und Durst stellen häufige Krankheitsanzeichen dar. Bei Erkrankungen wie Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion, Krebs und auch Infektionen fressen Stubentiger meist mehr und haben zudem viel Durst. Auf der anderen Seite reduziert sich das Trink- und Fressverhalten bei Schilddrüsenunterfunktion, Zahnproblemen, Zahnfleischentzündungen und Schmerzen oftmals.

In einigen Fällen kann es passieren, dass sich das Tier eine Futterquelle im Außenbereich gesucht hat. Meist handelt es sich um den Nachbarn, welcher sich freut, wenn die Fellnase vorbeikommt und diese mit Leckerlis versorgt. Ein Anzeichen für eine zusätzliche Nahrungsquelle kann sein, dass die Katze trotz einer reduzierten Aufnahme an Futter ein konstantes oder höheres Gewicht hat und sich ansonsten unauffällig verhält.

Allerdings sollte man das Fress- und Trinkverhalten immer eine Weile beobachten. Es ist völlig normal, dass Katzen mal mehr und mal weniger fressen. Auch der Durst hängt von der Art des Futters und von der Temperatur ab. Ist es heiß, frisst die Katze in der Regel weniger und trinkt mehr. Wird es kalt, wird sie sich für den Winter einen kleinen Speckmantel anfressen.

Die Katze betreibt übermäßige oder gar keine Körperpflege mehr

Oft betreiben Tiere eine übermäßige Fellpflege, wenn sie an emotionalem oder körperlichem Stress leiden. Bereits kleine Veränderungen im Umfeld können derartige Überreaktionen auslösen.

Hat der Katzenbesitzer dem Stubentiger ein neues Futter serviert und das Tier kratzt sich nach dem Verzehr übermäßig, deutet dies auf eine Allergie oder Unverträglichkeit hin. Ebenso kann ein Befall mit Parasiten für die verstärkte Fellpflege verantwortlich sein. Erkrankungen des Nervensystems oder Tumore lösen vereinzelt ebenso Reizungen der Haut aus.

Stubentiger zeigt sich aggressiver und unruhiger oder lethargisch und apathisch

Bei Schmerzen oder generellem Unwohlsein können sich Haustiere unruhig und aggressiv verhalten. Auf der anderen Seite gibt es auch Katzen, die abwesend erscheinen und lethargisch agieren. Es gibt also Unterschiede, die vom Charakter des Tieres abhängen.

Das gezeigte Verhalten kann konstant anhalten oder nur zu bestimmten Tageszeiten oder Anlässen auftreten. Neben Schmerzen verursachen schlimmstenfalls auch Erkrankungen wie Leukämie, FIP und Diabetes einen Stimmungswechsel.

Katze hat Magen-Darm-Beschwerden

Magen-Darm-Probleme zeigen sich in Form von Durchfall, Erbrechen, Übelkeit und auch Verstopfung. Hat der Liebling Schwierigkeiten mit dem Darm oder dem Magen, kann dies mit einer Futtermittel-Umstellung zusammenhängen.

Auch das Verzehren von unverträglichen Speisen, wie bestimmte Obst- oder Gemüsesorten, löst meist Probleme mit dem Verdauungstrakt aus. In einigen Fällen stecken jedoch ernste Erkrankungen hinter den Beschwerden, die akut oder chronisch sind. Neben Vergiftungen haben Katzen mit Magen- oder Darm-Problemen manchmal FIP, Leukose oder sogar einen Darmverschluss.

Haustier zeigt körperliche Veränderungen

Körperliche Veränderungen stellen häufig ein Anzeichen für gesundheitliche Probleme bei der Katze dar. Am häufigsten treten die folgenden Veränderungen beim Liebling auf:

  • Mundgeruch
  • Beulen und Knoten auf der Haut
  • Wunden und Ekzeme am Körper
  • Atemprobleme
  • Veränderte Körperhaltung
  • Ausfluss aus Nase, Ohren oder Augen
  • Probleme bei bestimmten Bewegungen
  • Lähmungen
  • Schwankungen des Gewichts
  • Verfärbungen des Zahnfleischs

Der Vierbeiner miaut mehr

Auch ein häufiges Miauen kann bei Katzen ein Anzeichen einer Erkrankung darstellen. Ist das Haustier lauter als sonst, kann dies mit Angst oder Stress in Verbindung stehen. Ebenso ist es möglich, dass der Liebling an Problemen mit dem Blutdruck oder der Schilddrüse leidet. Zusätzlich führen Schmerzen und Altersschwäche zur vermehrten Gesprächigkeit der Katze.

Wann sollte die Katze zum Tierarzt?

Hat die Fellnase einen Unfall erlitten und kommt verletzt nach Hause, sollten die Tierbesitzer sofort einen Veterinär aufsuchen. Möglicherweise leidet der Vierbeiner an inneren Verletzungen, die nur der Tierarzt feststellen kann.

Bei Bisswunden oder oberflächlichen Verletzungen muss das Haustier nicht sofort zum Arzt. Sollte eine Wunde entzündet sein, wird ein Besuch beim Tierarzt allerdings empfohlen.

Verhaltensänderungen oder körperliche Probleme verschwinden zum Teil innerhalb von zwei bis drei Tagen wieder. Sollte beim Haustier eine Verschlimmerung oder ein Anhalten der zugrundeliegenden Symptome auftreten, wird auch hier ein Besuch beim Veterinär nahegelegt. Zeigen sich starke Beschwerden, wie dauerhaftes Erbrechen oder eine ausgeprägte Apathie, sollte die Katze so schnell wie möglich zum Tierarzt.

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