Die richtige Ernährung von Nymphensittichen

Sie möchten Ihre Nymphensittiche gesund und artgerecht ernähren? Worauf man bei der Fütterung achten sollte und welche Lebensmittel geeignet sind, erfahren Sie hier.

Nymphensittich frisst Körner aus der Hand

Wer sich Nymphensittiche hält, muss natürlich wissen, was die possierlichen Tiere überhaupt fressen. Der verantwortungsvolle Halter tut gut daran, sich frühzeitig mit dieser wichtigen Frage zu beschäftigen, denn es erfordert etwas Basiswissen, seine Nymphensittiche gut und vor allem gesund zu ernähren. Genau wie alle anderen Haustiere dürfen auch Sittiche nicht bedenkenlos alles fressen und selbst im Handel gibt es eine Vielzahl an Produkten, die zu wenig Nährstoffe enthalten, ungesund oder gar schädlich für die Vögel sind. Damit jeder Halter weiß, was er seinen Nymphensittichen servieren darf, haben wir nachfolgend ein paar Tipps zur richtigen Ernährung zusammengefasst.

Was fressen Nymphensittiche in freier Wildbahn?

Die Nahrungssuche in freier Wildbahn ist für die Tiere meist sehr zeitintensiv. Dabei werden weite Strecken auf der Suche nach Futter zurückgelegt und die Vögel beschäftigen sich täglich einen Großteil ihrer Zeit mit der Suche nach etwas Fressbarem. In der Natur fressen Nymphensittiche hauptsächlich:

  • Gräser
  • Weizen
  • Hirse
  • Sorghum bzw. Sorghumhirse (eine Kolbenhirseart)
  • Sämereien
  • Einige andere Körner

Und für ihren Flüssigkeitshaushalt trinken wildlebende Nymphensittiche hin und wieder Wasser.

Da Nymphensittiche in der Natur ihr Futter suchen müssen, ist es bei der Heimtierhaltung äußerst wichtig, ausreichend Platz und genügend Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten. Schließlich wird den Vögeln daheim das Futter meist bequem vor die Nase gesetzt.

Die optimale Ernährung für Nymphensittiche als Heimtiere

Die richtige Ernährung für Nymphensittiche ist ein weites Feld. Es ist unabdingbar, dass sich der Halter vor der Anschaffung der Sittiche einige Zeit mit dem richtigen Futter für seine Lieblinge beschäftigt. Leider gibt es für die artgerechte Haltung einiges zu beachten und leider kann man dabei auch sehr viel falsch machen. Ein solides Grundwissen über das richtige Futter ist daher enorm wichtig.

Wichtige Fakten über eine gesunde Nahrung für Nymphensittiche:

  • Hauptnahrungsmittel ist hochwertiges Körnerfutter mit frischen Körnern
  • Nymphensittiche lieben Kolbenhirse wie Silberhirse, Sorghum oder die rote Kolbenhirse
  • Ergänzt wird mit bestimmten Obst- und Gemüsesorten und Futterpflanzen, getrockneten Blüten, Sonnenblumen- und Kürbiskernen, getrockneten Beeren oder Kräutern
  • Nymphensittiche lieben abwechslungsreiches Futter, besonders beliebt sind u.a. selbstgepflückte und frische Zweige mit Vogelbeeren
  • Zur Ergänzung des Futters dürfen ab und zu ohne Salz gekochte Nudeln, gekochter Reis sowie gekochte Kartoffeln gegeben werden
  • Zu trinken gibt es vor allem Wasser (nicht abgekocht) und äußerst selten stark verdünnten Fruchtsaft

Was dürfen oder sollten Nymphensittiche nicht fressen?

Es gibt vieles, was für Nymphensittiche giftig und schädlich ist, was ungesund ist oder zu wenige Nährstoffe bietet. Leider ist es vollkommen unmöglich, den Tieren einfach so „etwas Leckeres zwischendurch“ zu geben, auch wenn es auf den ersten Blick noch so gesund erscheint. So sind beispielsweise Pflaumen für die Sittiche ungiftig, Petersilie jedoch nicht. Dieser einfache Vergleich zeigt, wie wichtig es ist, erst zu prüfen, ob ein bestimmtes Lebensmittel für Nymphensittiche gut verträglich ist.

Schädlich für Nymphensittiche sind unter anderem:

  • Viele Obst- und Gemüsesorten (Avocados führen beispielsweise schnell zum Tod)
  • Zahlreiche Zimmerpflanzen wie z.B. Chrysanthemen
  • Rohe Nudeln, roher Reis, rohe Kartoffeln
  • Alkohol, Kaffee, Tee
  • Schokolade, Kuchen und Zucker allgemein, aber auch Salz und salziges Knabbergebäck
  • Rohes Ei, Fleisch, Wurst
  • Blauschwarzes Mutterkorn (Pilzinfektion) in Körnermischungen

Das richtige Futter ist ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, seine Nymphensittiche fit und gesund zu erhalten. Auch wenn die Versuchung groß ist, dem interessierten Sittich mal schnell etwas vom eigenen Teller zu geben, sollte dennoch stets darauf geachtet werden, dass der Sittich nur das bekommt, was er von Natur aus auch wirklich verträgt.