Sind Katzen dumm oder intelligent?

Sie fragen sich, wie intelligent Katzen sind? Ob Katzen dumm oder intelligent sind, versucht dieser Artikel näher zu beleuchten.

Katze dumm oder intelligent

Die Einschätzung, ob Katzen dumme oder intelligente Tiere sind, unterliegt meist einer rein subjektiven Einschätzung oder Erfahrung. Dabei ziehen wir Menschen verschiedene Faktoren heran und bilden uns schließlich ein Urteil, welches noch lange nicht der Wahrheit entsprechen muss. Doch was sagt die Forschung und welche Erkenntnisse konnte man gewinnen?

Tierforscher können letztlich keine genauen Aussagen zur Intelligenz von Katzen machen, da einfach die nötige Mitarbeit (z.B. im Vergleich zu Affen) fehlt. Jedoch kann man aus Beobachtungen und dem Sozialverhalten entsprechende Rückschlüsse ziehen, die einiges aussagen. Grundsätzlich weiß man, dass Katzen - für ihre Bedürfnisse - durchaus sehr intelligent sind. Sie verfügen über ein sehr gutes Gedächtnis und sind äußerst lernfähig. Dies erkennt jeder neue Katzenbesitzer schon allein daran, dass sie sich die Lage ihres Katzenklos sofort einprägen. Freigänger kennen ihr Revier ganz genau und wissen, wo Gefahren lauern. Natürlich finden sie auch den Weg zurück.

Darüber hinaus können Katzen relativ schnell komplexere Zusammenhänge erkennen und auch entsprechend anwenden. Sie wissen ganz genau, mit welchen Lauten sie ihre Besitzer animieren können, sie zu streicheln oder zu füttern. Einige Katzen können Türen öffnen und viele kennen auch durchaus ihren Namen, wenn man frühzeitig anfängt, diesen zu verwenden. Auch bestimmtes Spielzeug bleibt nicht lange interessant, da Katzen den Zusammenhang ziemlich schnell erkennen. Ein Laserpointer beispielsweise, der vom Menschen zum Spielen eingesetzt wird, ist nicht nur ein Punkt auf der Wand, sondern wird von der Katze mit dem eigentlichen Gerät assoziiert. Die Katze weiß daher, dass gleich irgendwo ein roter Punkt erscheint, wenn der Besitzer den Laserpointer in die Hand nimmt.

Katzen kennen oftmals auch ihre genauen Fütterungszeiten, falls die Fütterung immer ungefähr zur gleichen Zeit erfolgt. Natürlich kennen sie auch die Geräusche, die mit der baldigen Nahrungsaufnahme verbunden sind. Der Klang der Futterdose, wenn diese aus dem Kühlschrank genommen wird, wird schnell im Gedächtnis der Katze abgespeichert.

Katzen sind also keineswegs dumm, sondern ziemlich intelligent. Dennoch gibt es einige Gründe, die zu Fehleinschätzungen im Bezug auf die Intelligenz von Katzen führen.

Warum Katzen für dumm gehalten werden

Besonders im direkten Vergleich zu Hunden werden Katzen vorschnell und zu Unrecht als dumm abgestempelt. Eine entscheidende Ursache ist wohl der oftmals recht eigenwillige Charakter von Hauskatzen. Anders als Hunde wollen Katzen ihren Besitzern nicht unbedingt gefallen und hören dementsprechend seltener auf ihren Namen. Sie lassen sich daher auch nicht so einfach zu verschiedenen Kunststücken animieren und haben immer ihren eigenen Kopf. Im Gegensatz zu Hunden, ist es eigentlich ziemlich schwer, eine Katze überhaupt zu dressieren. Allerdings ist dies kein Zeichen mangelnder Intelligenz, sondern unterstreicht den eigenen Willen der Katze und demonstriert eine gewisse Unabhängigkeit. Diesen Unterschied kann man jedoch nicht allein dadurch begründen, dass man Hauskatzen als egoistische Einzelgänger einstuft. Denn Katzen sind durchaus soziale Tiere, die oftmals auch in der Gruppe interagieren. Dass Katzen - wie oftmals behauptet - grundsätzlich Einzelgänger sind, entspricht im Endeffekt nicht der Wahrheit.

Ein weiterer Grund, der dazu führt, dass Katzen fälschlicherweise als dumm bezeichnet werden, ist vielleicht deren relative starre Mimik, vor allem im Bereich der Augen. Anders als bei Menschen, können Katzen ihre Gefühlsregungen nicht so detailliert darstellen und werden daher oftmals falsch verstanden. Dies ist jedoch kein Mangeln an Intelligenz, sondern einfach anatomisch begründet.