Sind Katzen dem Menschen treu?

Sie lieben Ihre Katze, doch liebt Ihre Katze auch Sie? Dieser Artikel verrät Ihnen, wie menschenbezogen Katzen wirklich sind.

Kind und Katze zusammen auf dem Boden

Als Katzenbesitzer hat man es nicht immer leicht. Angeblich brauchen Katzen den Menschen überhaupt nicht und sie sind auch nicht so treu wie beispielsweise Hunde. Noch schlimmer kommt es, wenn Tierpsychologen und Wissenschaftler anhand von Studien behaupten, dass Katzen ihren Besitzer angeblich sogar fressen würden, wenn sie nur dazu in der Lage wären.

Katzen brauchen, anders als Hunde, ihren Besitzer nicht

Anders als Hunde, die schon seit etlichen Generation und tausenden von Jahren mit dem Menschen in einer Art Symbiose leben, sind Katzen nicht auf ihren Besitzer angewiesen. Hunde gehen regelrechte Partnerschaften ein und sind dem Menschen bis zum Tod treu ergeben. Waren sie doch damals und teilweise heute noch gemeinsam auf der Jagd. So half der Hund dem Menschen beim Aufspüren und Fangen der Beute und der Vierbeiner profitierte, indem er in der Behausung des Menschen leben durfte sowie versorgt und umsorgt wurde. Heute sieht es nicht anders aus, der Hund erwartet von seinem Besitzer, dass dieser ihn ernährt. Damit sind Hunde eindeutig menschenbezogen. Das ist auch der Grund, warum man Hunde erziehen kann und Katzen nicht.

Katzen sind insgesamt deutlich autonomer und eigenständiger. Katzen fangen ihre Beute selbst und brauchen im Zweifel den Menschen nicht zur Nahrungsbeschaffung. Hier gab es solch eine tiefe Symbiose in der vergangenen Menschheitsgeschichte nicht. Sicherlich mag eine Katze ihr Frauchen oder Herrchen mit der Zeit, dennoch sind diese letztlich austauschbar. Nehmen wir mal an, Sie kommen eines Tages nicht mehr nach Hause und ein fremder Mensch besetzt ihre Wohnung. Ihrer Katze wird das letztlich egal sein, was unter Umständen natürlich auch seine guten Seiten hat. Stirbt der Katzenbesitzer oder kommt es in einer Partnerschaft zu einer Trennung, dann leidet die Katze nicht unter der neuen Situation. Im Gegensatz dazu brauchen Hunde meist sehr lange, um den Verlust ihres Herrchens zu überwinden.

Dieser Fakt wurde sogar wissenschaftlich untersucht und die britische Universität of Lincoln kam zu dem Ergebnis, dass Hunde oder Kinder unter Stress leiden, wenn sie von ihren Bezugspersonen getrennt werden. Katzen zeigten diese Anhänglichkeit deutlich weniger.

Katzen brauchen soziale Kontakte, sind aber nicht menschenbezogen

Auch Katzen suchen die Gesellschaft und sind keine permanenten Einzelgänger. Während sich jedoch Hunde mehr oder weniger eine feste Bezugsperson aussuchen und treu zu dieser stehen, holen sich Katzen diesen Kontakt auch jederzeit von anderen Menschen oder Artgenossen im Haushalt. Wird eine Katze allein gehalten, neigt sie für gewöhnlich eher dazu, den Kontakt zum Menschen zu suchen. So kann eine Katze auch richtig anhänglich und verschmust werden. Je nach Verhältnis wird eine Katze in den meisten Fällen auch ihren Besitzer bevorzugen, bevor sie sich anderen zuwendet. Aber richtig treu, wie man das von Hunden kennt, ist sie jedoch nur selten, auch wenn es Ausnahmen gibt.

Katzen scheinen eher zu beurteilen, wie sich jemand verhält. Mag eine Katze ihren Besitzer, wird sie sich diesem eher zuwenden, als fremden Menschen. Anders sieht es jedoch aus, wenn der Besitzer nicht sonderlich liebevoll zu seinem Tier ist. Hier kann es durchaus passieren, dass andere Menschen für soziale Kontakte bevorzugt werden. Ein Hund, der treu zu seinem Herrchen steht, wird diesen - unabhängig von seinem Verhalten - lieben und stets hinterher laufen.

Doch seien wir mal ehrlich, wer sich eine Katze als Haustier holt, mag ihre unabhängige und teilweise treulose Art. Wer sich jedoch lieber ein gehorsames Haustier wünscht und hofft, dass das Haustier einen sehnlichst vermisst, der wird sich vielmehr für einen Hund entscheiden und die tiefe emotionale Verbindung genießen.

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